KI-Verträge im B2B: 5 kritische Fragen, die Du vor der Unterschrift klären musst
Das Angebot für den KI-Agenten liegt auf dem Tisch, der Entscheidungsdruck wächst. Bevor Du die Einführung freigibst, musst Du fünf essenzielle Fragen klären.
09. Juli 2026
Das Angebot für den KI-Agenten liegt auf dem Tisch, der Entscheidungsdruck wächst. Bevor Du die Einführung freigibst, musst Du fünf essenzielle Fragen klären. Nicht weil Anbieter per se unseriös sind, sondern weil unklare Verantwortlichkeiten später massiv Geld kosten.
1. Wo genau liegen die Daten?
Viele KI-Lösungen nutzen Kaskaden von Subunternehmen. Ein Modell läuft auf US-Servern, ein anderer Dienst verarbeitet die Logs, ein dritter optimiert den Output. Frag konkret nach: Welche Serverstandorte sind beteiligt und wer sind die Subprozessoren? Ein solider Partner hat diese Liste sofort parat.
2. Liegt ein AVV nach DSGVO vor?
Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist keine Formalie, sondern Deine Absicherung. Er muss Regelungen zu Löschfristen, Weisungsbefugnissen und technischen Maßnahmen enthalten. Fehlt er, trägst Du das volle Risiko für Datenschutzverstöße.
3. Werden Deine Daten zum Training genutzt?
Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob ein Modell Deine Daten nur verarbeitet oder von ihnen lernt. Wenn Deine Unternehmensdaten ins Training fließen, bleiben sie im System. Stell sicher, dass der Vertrag ein explizites Opt-out für das Modelltraining beinhaltet.
4. Was passiert nach Vertragsende?
Die Offboarding-Strategie muss vor dem Vorhaben stehen. Bekommst Du Deine Daten in einem strukturierten, exportierbaren Format zurück? Gibt es garantierte Löschfristen für alle Backups?
5. Wer haftet bei Fehlentscheidungen der KI?
Kein KI-System arbeitet völlig fehlerfrei. Entscheidend ist, wer die Verantwortung trägt, wenn der Agent eine falsche Aktion auslöst, die finanziellen Schaden verursacht. Prüf genau, wie die Haftungsbegrenzungen im Vertrag formuliert sind und ob sie zu Deinem unternehmerischen Risiko passen.
Professionalität zeigt sich in der Transparenz. Ein seriöser KI-Dienstleister beantwortet diese fünf Fragen klar und weicht rechtlichen Details nicht aus.
Nächster Schritt
Prüfen, ob ein konkreter Vorgang bei Euch geeignet ist.
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