Prozessautomatisierung: So dokumentierst Du Abläufe, damit KI sie übernehmen kann
„Wir haben viel manuelle Arbeit.“ Das ist der Satz, der in fast jedem Erstgespräch über Automatisierung fällt.
14. Juli 2026
„Wir haben viel manuelle Arbeit.“ Das ist der Satz, der in fast jedem Erstgespräch über Automatisierung fällt. Er ist menschlich verständlich, aber technisch wertlos. Damit ein KI-Agent eine Aufgabe übernehmen kann, braucht er keine Problembeschreibung, sondern eine präzise Anleitung.
Warum vage Beschreibungen scheitern
„Wir bearbeiten eingehende Mails“ klingt klar, ist es aber nicht. Eine maschinenlesbare Definition sieht anders aus: „Eine Mail kommt von Absender X mit Betreff Y. Der Disponent prüft, ob die Pflichtfelder A und B ausgefüllt sind. Wenn ja, legt er den Vorgang im TMS an. Wenn nein, sendet er eine Rückfrage.“ Nur Letzteres ist automatisierbar.
Die Anatomie eines automatisierbaren Prozesses
Jeder Prozess, den Du digitalisieren willst, benötigt vier klare Säulen:
- Der Trigger: Was startet den Vorgang? Eine E-Mail, ein API-Call oder ein manueller Klick?
- Die Schritte: Welche Aktionen folgen in welcher festen Reihenfolge?
- Die Entscheidungspunkte: An welchen Stellen gibt es Wenn-Dann-Regeln?
- Der Output: Welches Ergebnis muss am Ende stehen und in welchem System?
In 5 Schritten zur sauberen Dokumentation
- Startpunkt definieren: Wo genau nimmt der Prozess seinen Anfang?
- Eingangsdaten klären: In welchem Format liegen die Informationen vor?
- Entscheidungsbaum zeichnen: Alle Wenn-Dann-Abzweigungen gnadenlos notieren.
- Ausnahmen festhalten: Definiere das Fallback für Sonderfälle.
- Zielzustand beschreiben: Was markiert den erfolgreichen Abschluss?
Gut dokumentierte Prozesse sparen nicht nur Geld bei der Implementierung. Sie decken oft auch auf, wie viele überflüssige Schleifen ein Unternehmen über Jahre mitgeschleppt hat.
Nächster Schritt
Prüfen, ob ein konkreter Vorgang bei Euch geeignet ist.
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