Wie ich KI intern nutze – und was ich niemals delegieren würde
Als Gründer einer Agentur für Automatisierung nutze ich KI jeden Tag. Sie ist mein ständiger Begleiter, mein Resonanzkörper und meine verlängerte Werkbank.
29. Oktober 2026
Als Gründer einer Agentur für Automatisierung nutze ich KI jeden Tag. Sie ist mein ständiger Begleiter, mein Resonanzkörper und meine verlängerte Werkbank. Aber gerade weil ich die Technologie tief verstehe, ziehe ich in der Führung meines Unternehmens sehr harte, rote Linien.
Der Motor: Was mit KI läuft
Ich nutze KI gnadenlos zur Effizienzsteigerung bei allem, was nicht direkt zwischenmenschlich ist:
- Recherche & Analyse: Bevor ich mich in ein neues Thema einarbeite, lasse ich KI den Markt screnen und Zusammenfassungen schreiben.
- Texte iterieren: Ein roher Gedankenstrom wird durch die KI in eine saubere Struktur gebracht.
- Code-Reviews & Debugging: Die KI fungiert als Sparringspartner, der schneller Fehler findet als ich.
Das Prinzip hierbei: Die Maschine bereitet vor, strukturiert und schlägt vor. Aber der Mensch entscheidet final.
Das Herz: Was niemals delegiert wird
Es gibt Aufgaben, bei denen der Einsatz eines KI-Agenten nicht nur unpassend, sondern toxisch für die Unternehmenskultur ist:
- Mitarbeiter-Feedback: Anerkennung oder Kritik muss persönlich, empathisch und kontextbezogen sein. Ein KI-generiertes Lob ist wertlos.
- Kritische Kundenkommunikation: Wenn es bei einem Projekt brennt, braucht der Kunde einen verantwortlichen Menschen, der die Situation versteht und handelt. Keine automatisierten Vertröstungs-Mails.
- Strategische Richtungsentscheidungen: KI kann Daten liefern, aber keine Visionen entwickeln. Die Verantwortung für den Kurs des Unternehmens trägt der Mensch.
Die entscheidende Kontrollfrage
Bevor ich einen Prozess automatisiere, stelle ich mir nicht die Frage: Kann KI das? Sondern: Soll KI das? Meine wichtigste Leitplanke dabei lautet: Würde ich wollen, dass mein Gegenüber (Mitarbeiter, Kunde) weiß, dass dies von einem Agenten erledigt wurde? Lautet die Antwort Nein, bleibt die Aufgabe manuell.
Nächster Schritt
Prüfen, ob ein konkreter Vorgang bei Euch geeignet ist.
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